Luke — exact approved hero composition
LUKE · BERLIN · FRIEDRICHSHAIN · ART IS FREEDOM IS ART · FOUND / DESTROYED / REBORN · LUKE · BERLIN · FRIEDRICHSHAIN · ART IS FREEDOM IS ART ·
01 / Der Künstler

NICHT
DEKORATION.
EINE INSPIRATION.

Luke ist eine zeitgenössige künstlerische Position, die seit zwei Jahrzehnten tief im Berliner Kiez Friedrichshain verwurzelt ist. Das Schaffen des Künstlers bewegt sich im dynamischen Spannungsfeld zwischen absolutem Chaos und feiner Figuration, getrieben von einer radikalen Auseinandersetzung mit dem globalen Konsumwahn der Ablenkung vom Wesentlichen und dem visuellen wie materiellen Überfluss unserer Gegenwart. Das Jahr 2013 markiert den entscheidenden Wendepunkt in Lukes weiterem Lebensweg und Karriere: Eine inspirierende Zusammenarbeit in einem mystischen Ort in Thailand mit der legendären Avantgarde-Ikone Strawalde (Jürgen Böttcher) löste die endgültige stilistische Befreiung aus. Strawalde, der als intellektueller Impulsgeber Wegbegleiter wie A.R. Penck oder Markus Lüpertz inspirierte, wurde zum Katalysator für Lukes kompromisslosen, emotionalen Ausdruck.

Auf seinen täglichen Wegen und visuellen Reisen durch Friedrichshain sammelt Luke instinktiv Fragmente des urbanen Raums – alles, was ihn inspiriert oder farblich anspringt. Gefundene Objekte wie alte Türen, Stühle oder weggeworfene Plakate verschmelzen mit eigener Fotografie und Fundstücken aus dem Internet. Durch diese Transformation von Zivilisationsmüll setzt sich das Werk kritisch mit dem kapitalistischen Überfluss auseinander und überwindet ihn, indem es dem Entsorgten einen neuen, ewigen Wert verleiht.

Dabei ist die Praxis von einer extremen Sensibilität geprägt: Jeder winzige Zettel, jeder eruptive Pinselstrich – oder eben das bewusste, spannungsgeladene Weglassen – ist eine bewusste Entscheidung im Kompositionsprozess. Das Werk verarbeitet existenzielle Themen wie Wut, Trauer, Frustration und Gier, kontrastiert von Liebe, Mystik und scharfer Sozialkritik. Stilistisch in der prozesshaften Tradition von Robert Rauschenberg und Albert Oehlen verortet, sind Lukes Arbeiten begehrte Positionen für internationale Sammler, die ein authentisches, konzeptionell tiefgründiges Zeugnis der Berliner Post-Digital-Ära suchen.

02 / Künstlerisches Statement

KÜNSTLERISCHES STATEMENT

„Seit 20 Jahren ist der Friedrichshainer Kiez mein Studio, meine Materialquelle und mein Resonanzraum, doch im Jahr 2013 fand meine Kunst durch die Begegnung mit Strawalde zu ihrer wahren Radikalität. Er lehrte mich die kompromisslose Freiheit der Absichtslosigkeit. Meine Kunst ist ein Ventil für das Menschsein, aber vor allem ist sie mein persönlicher Widerstand gegen den allgegenwärtigen Konsumwahn, blinde Ideologietreue, mentale Sklaverei und den erdrückenden Überfluss unserer Gesellschaft.

Auf meinen täglichen Reisen durch die Kieze Berlins lasse ich mich treiben. Ich sammle auf, was andere wegwerfen, was mich emotional berührt oder farblich regelrecht anspringt. Ich male auf Stühlen, alten Türen, Plakaten und übermale bestehende Bilder, Fotografien sowie Leinwände. Indem ich diesen Zivilisationsmüll transformiere, überwinde ich den Geist des oberflächlichen und lieblosen Konsums. Es geht um ein anderes Sehen. Ein Finden.

Überhaupt bedeutet Kunst für mich die Bewusstheit, die reine Intuition gegen alle inneren, angelernten Widerstände fließen zu lassen und in Arbeiten zu transformieren. Die Überwindung, diese Materialien im urbanen Raum zu finden, aufzuheben und zu benutzen, gehört zu einem radikalen Selbstwerdungsprozess – Kunst als Suche nach dem eigenen SELBST im ewigen Dialog mit den inneren Dämonen.

Gerade in Zeiten wie diesen – angesichts der zunehmenden Einschränkung der Kunst und den anhaltenden Kultur-Skandalen in Berlin – wird mein Schaffen zu einem politischen Akt der Rebellion. Kunst darf sich nicht anpassen, sie darf sich nicht zensieren lassen und sie darf keinem System gehorchen. In diesem Prozess zählt absolut alles, und zwar im JETZT: Jedes kleinste Zettel-Fragment, jeder rohe Pinselstrich trägt Fragmente völlig unterschiedlicher Fundorte in eine neue, wilde Schöpfung – oder eben das bewusste Freilassen des Raums, das Nicht-Malen. Es ist ein permanenter Kreislauf aus Zerstörung, Wut, Gier und Trauer, aus dem am Ende Geborgenheit, Aufbruch, Liebe, Mystik und vor allem Hoffnung und wahrhaftige sozialkritische Klarheit erwachsen. Ich liefere keine gefällige Dekoration. Ich liefere ein Manifest gegen die Ketten im Kopf:

ART IS FREEDOM IS ART

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